PTG’s Hot List 2016: Platz 1

Frohes neues Jahr miteinander! Nun ist der Moment endlich gekommen, wir haben die Spitze meiner Hot List der musikalischen Neuerscheinungen 2016 erreicht. Vielen Dank, dass ihr mir bis hierhin die Treue gehalten habt! Doch nun genug geschwafelt, es geht los…

Ich muss sagen, dass es mir wirklich schwer gefallen ist. Ich habe mich immer wieder durchgehört, mit mir Tag um Tag gerungen, doch ich kann mich einfach nicht entscheiden. „Jomsviking“ von Amon Amarth und „Hardwired… To Self-Destruct“ von Metallica – beide liegen Kopf an Kopf. Ich hätte auch eine Münze werfen können, aber was würde das ändern? Somit komme ich zu dem Schluss, dass beide Alben Platz eins belegen…

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Cover: Metal Blade
metallica-hardwired
Cover: Blackened Recordings

 

 

 

 

 

 

 

 

…Platz eins auf meiner Liste der größten Enttäuschungen des Jahres! Denn nichts weniger verdienen diese beiden Alben in meinen Augen. Klar, die richtig harten Tage liegen für beide Bands weit zurück, aber so viel weichgespültes Mittelmaß und Füllmaterial auf einem Album hätte ich wirklich nicht erwartet. Sorry Männer, das könnt ihr definitiv besser!

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Thema des Artikels – mein WIRKLICHES Lieblingsalbum des Jahres 2016 (entschuldigt die kleine Verarschung!):

Platz 1: The Browning „Isolation“

The Browning Isolation Spinefarm.jpg
„This isn’t even my final form…“ (Cover: Spinefarm Records)

Zehn Sekunden, nicht länger. Ich stelle die These auf, dass jeder Hörer nach zehn Sekunden des Openers „Cynica“ bereits für sich entscheiden kann, ob er Gefallen an dem Album finden könnte – oder es sofort angewidert in die Ecke wirft. Letzterer ist vermutlich ein Purist, der seinen Metal unverfälscht und rein mag. Das ist okay, kein Vorwurf. Doch alle anderen lade ich hiermit ein zum größten Hörvergnügen, das die harte Musikwelt aktuell zu bieten hat.

Wie beschreibt man den Stil von The Browning am besten? Nun, die US-amerikanische Band spielt eine Mischung aus Death- und Metalcore, welchen sie mit verschiedenen Elektro-Elementen vermengt. So weit, so abschreckend für „echte Metalheads“. Leider kenne ich mich in jener Richtung zu wenig aus, um die Einflüsse korrekt benennen zu können. Was jetzt genau zum Hardstyle, was zum Trance und was zum Dubstep gehört, entzieht sich meinem Wissen. Letztlich ist das aber auch egal – es ballert!

Auf jeden Fall spielen die elektronischen Klänge eine wichtige Rolle im Sound der Band, denn zumeist übernehmen sie die Lead-Funktion. Die Gitarre tritt dadurch eher in den Hintergrund und fungiert stärker als Rhythmus-Instrument, das tonnenschwere Breakdown-Riffs auf den Hörer niederfahren lässt. Dennoch gehen diese beiden Instrumentalebenen eine nie dagewesene Synthese ein, sie ergänzen einander in allen Punkten.

Sänger und Bandgründer Jonny McBee (der übrigens Trevor Strnad von The Black Dahlia Murder verblüffend ähnlich sieht) growlt und shoutet so derbe ins Mikro, dass die Wände des Gehörgangs vibrieren. Trotzdem versteht man jedes Wort seiner Texte, die sich größtenteils um Sci-Fi-Themen und menschliches Leid drehen. Wer Eskimo Callboy musikalisch zwar gut findet, sich aber an den beknackten Texten und der penetranten Gesangsweise stört, dürfte mit The Browning glücklich werden. Dazu gibt’s in „Disconnect“ ein richtig fettes Feature von Frankie Palmeri. Gut, Emmure sind nicht unbedingt mein Fall, aber der Rap-Part ist schon extrem geil… Ja, da steht Rap! Ja, „Isolation“ erfordert eine Menge Offenheit!

Über die einzelnen Songs möchte ich weiter eigentlich gar nicht viel sagen. Das Album hat keinen (!) schwachen Moment, jeder Track ist absolut genial und verfügt über hohen Wiedererkennungswert. Und es sind eine Menge fieser Ohrwürmer dabei, die sich tief ins Gedächtnis eingraben, dort ihre Eier legen und eure Gedanken kontrollieren. Nie lieferte ich mich jedoch freudiger solch parasitärer Kontrolle aus.

The Browning „Isolation“ (VÖ: 24.06. über Spinefarm Records)

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Das war Platz 1 meiner Hot List 2016. Hier geht es zu den restlichen Platzierungen: 

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